Elephantshoe - Liebe dein Leben

Humorlos

Die Jungen
werfen
zum Spaß
mit Steinen
nach Fröschen

Die Frösche
sterben
im Ernst

von Erich Fried

24.2.10 14:15, kommentieren

Copyright

Wieviel
Jahre
nach
Gottes
Tod
erlöschen
seine
ausländischen
und
deutschen
Urheberrechte

von Erich Fried

24.2.10 14:14, kommentieren

1,2 oder 3... Und ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht!

Ich bin gerade fix und fertig. Hab den ganzen Tag mit lesen verbracht. Innerhalb von drei Stunden gerade mal zehn Seiten zu lesen kann sehr frustrierend sein. Momentan bin ich auch nicht in der Lage einen zusammenhängenden Text zu schreiben.
Hier also ein kleines "Quiz" über meinen Alltag hier..

1. Wie viele Fahrräder habe ich in den letzten zwei Wochen kaputtgemacht?
a. 1
b. 2
c. 3

2. Wie lange dauert es täglich zu Fuß zur Uni zu gehen?
a. 10 Minuten
b. 30 Minuten
c. 50 Minuten

3. Wie viele Stunden verbringe ich am Tag mit Vorlesungen/ Tutorials/ lesen?
a. 3 Stunden
b. 5 Stunden
c. 7 Stunden

4. Aus welchem Land kommt meine "neuste Bekannschaft" vom UCM?
a. Australien
b. Pakistan
c. Saudi-Arabien

5. Was ist heute in der Post gekommen?
a. Reiseführer
b. Reisefieber
c. Fieberthermometer

6. Was ist mein neues Lieblingsessen (bzw. am häuftigsten verwendete Zutat)?
a. Couscous
b. Nudeln
c. Reis

7. Auf welcher Sprache träume ich?
a. Deutsch
b. Englisch
c. Spanisch

8. Was werde ich jetzt tun?
a. lesen
b. schlafen
c. kochen

Was denkt ihr also? Hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar, die Auflösung folgt in den nächsten Tagen.

3 Kommentare 22.9.09 21:48, kommentieren

13 random facts

1. Carl ist ein Problemkind bzw. ein Problemfahrrad. Eine Woche lang hat er mich nun schon durch Maastricht begleitet, jetzt ist er kaputt. Erst am Donnerstag kann ich in wieder in die Arme schließen...
2. Um 7.58 Uhr sind unheimlich wenig Menschen auf der Straße. Alle, die um 8.00 Uhr irgendwo sein müssen, sind schon dort; diejenigen, die um 8.30 Uhr einen Termin haben, sind noch nicht losgefahren. Man trifft also nur vereinzelt ein paar abehetzte Rafahrer. Also: um 7.58 Uhr sind unheimlich wenig Menschen, die nicht in Eile sind, auf der Straße.
3. Jogurt aus der Tüte (statt aus dem Becher) schmeckt abscheulich.
4. In den nächsten sechs Wochen werd ich einmal die Woche zusammen mit meiner Mitbewohnerin und zwei weiteren Paaren "Das perfekt Dinner" veranstalten. Der Name klingt echt spießig, aber diese Woche haben wir alle zusammen libanesisch gekocht und es war wirklich lustig. Irgendwelche Ideen für ein leckeres Hauptgericht?
5. Decke auf Schreibtisch = Bügelbrett
6. Datteln im Bett kleben.
7. Kiwi im Bett klebt zwar nicht, ist aber trotzdem etwas eklig.
8. Meine Schublade riecht noch immer nach verschimmelter Zitrone.
10. Maastricht bei Nacht ist wunderschön. Kommt mich mal besuchen und wir machen einen Nachtspaziergang über die Brücke!
11. Wenn man nach einer Party um 6 Uhr morgens ins Bett geht sollte man nicht um 9 Uhr wieder aufstehen.
12. Wenn deiner Partner bei Capoeira während du mit ihm spielst irgendwo hinzeigst, solltest du nicht dorthinschauen. Du liegst danach nämlich auf dem Boden.
13. Splitter in der Ferse sind unangenehm.

1 Kommentar 18.9.09 23:36, kommentieren

Salsa ohne Latinos II

Marta und ich haben es also bis zum Salsaworkshop geschafft. Wir sind nass, sehr nass. Wir sind etwas zu spät, haben also den Grundschritt verpasst. Na wunderbar. Natürlich sind die "Herren" alle schon vergeben, da es -wie wohl in jedem Tanzkurs auf dieser Welt - sehr viel mehr Mädchen gibt als Jungen. Naja, Marta und ich tanzen also erst mal zusammen.
Aber dann!!
Aber dann entdecken wir sie: unsere "Retter". Zwei männliche Wesen! (Dass sie das gleiche Tshirt anhatten haben wir erst später gemerkt. Hätten wir das schon vorher gesehen, hätten wir von Anfang an gewusst, dass unsere "Retter" wohl gar nicht so viel Retterpotential in sich haben...)
Zwei Chinesen also, die etwas verwirrt in der Ecke stehen.
Chinese A ist etwas kleiner als Chinese B und hat einen Sumoringerzopf mitten auf dem Kopf. Chinese B trägt die Haare eher natürlich verwuschelt. Weder Marta noch ich möchten den Sumoringer. Schnick, schnack, schnuck. Stein schlägt Schere - ich darf mir aussuchen, welchen Chinesen ich möchte. Ich entscheide mich für Variante B. Wir drängen uns also durch wild tanzende Salsapaare, lächeln ganz nett und fragen, ob sie wohl noch Tanzpartnerinnen suchen. Keiner von beiden versteht ein Wort Englisch. Das kann ja heiter werden. Ich schnappe mir Chinesen A, Marta zieht mit dem Sumoringer
ab. Kennt jemand von euch einen Chinesen, der tanzen kann? Unsere beiden Exemplare waren dazu nämlich überhaupt nicht in der Lage. Wahrscheinlich waren die Chinesen so freundlich, den Latinos ein bisschen von der Musik in ihrem Blut abzugeben. Jetzt haben die Lations sehr viel Musik und Rythmus im Blut, während Chinesen (zumindest "unsere", wir wollen ja hier keine Stereotypen in die Welt setzen) eher einem Tanzbären gleichen.
Mein Chinese hat also keine Ahnung davon was er machen soll. Sein Tanzhaltung ist - sagen wir -seeeehr lasch und ich muss seinen linken Arm immer wieder nach oben Richtung Schulterblatt schieben, damit er nicht irgendwann da landet, wo ich nicht unbedingt die Hand von einem fremden Chinesen haben möchte (genausowenig wie die von einem fremden Deutschen, Latino, Isländer oder Australier). Ich dirigieren Chinesen A also durch den Raum. Marta und ich werfen uns immer wieder verzweifelte Blicke zu. Man weiß immer erst wie schön man es doch hatte (=mit Marta tanzen), wenn es vorbei ist (= mit dem Chinesen tanzen).
Aber dann!!
Aber dann kommt meine Rettung! Seinen Namen weiß ich nicht, dafür aber seine Abstammung: Vater aus England, Mutter aus Belgien, in Paris geboren, in Luxemburg aufgewachsen. Wenn das nicht mal international ist... Der "Internationale" kann fast so tanzen wie ein Latino und "wirbelt" mich durch den Raum. Mein Abend ist gerettet!

1 Kommentar 18.9.09 23:27, kommentieren

Salsa ohne Latinos

Ich kann kein Salsa tanzen. Eigentlich. Ich weiß zwar die Basisschritte, mein eleganter/sexy Hüftschwung lässt allerdings sehr zu wünschen übrig. Aber sobald ich mit einem waschechtem Latino tanze ist alles gut. Ich werde hier hin und da hin gewirbelt, nach vorne, nach hinten gelenkt, meine Handgelenke werden komisch verdreht und ich habe eigentlich keine Ahnung, was ich eigentlich machen muss, aber es scheint trotzdem zu funktionieren. Echte Lations wirken Wunder und man kommt sich auch ohne Hüftschwung vor wie eine Eisprinzessin. Latinos mögen vielleicht Machos sein (Ein Hoch auf Stereotypisierung!), aber eins muss man ihnen lassen: sie können tanzen.
Als ich also von dem Salsaworkshop gehört habe, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Montagabend war es dann soweit. Enthusiastisch wie ich bin, hab ich den ganzen Montag lang jeden, aber auch wirklich jeden, gefragt, ob er/sie nicht ganz unbedingt mit zum Salsaworkshop kommen möchte. Einige haben zugesagt. Um zehn vor acht (der Workshop ging um acht los) waren noch zwei von all meinen "Zusagen" übrig. Ich hab mich also mit Marta, einer Norwegerin, an der Fußgängerbrücke (siehe Eintrag über Monsteroberschenkel) getroffen. Vorher hatte ich auf google maps genau nachgeguckt, wo das ganze stattfinden soll. Einfach der großen Straße Richtung Süden folgen. Vertraue niemals auf google maps...
Das Wetter war so typisch Maastricht: grau in grau mit spontanen Regengüssen. Naja, wir tuckern also auf unseren Fahrrädern auf der großen Straße Richtung Süden. Es fängt an zu regnen. Wir tuckern weiter. Und weiter. Und weiter. Es regnet immer noch. Irgendwann müssen wir uns eingestehen, dass google maps Mist erzählt hat. Irgendwann fragen wir einen halbdurchnässten Typen unter einem Regenschirm, ob er weiß, wo das Stayokay (=Salsaworkshop). Er klärt uns auf: wir sind die ganze Zeit Richtung Belgien gefahren. Wir sollen einfach der großen Straße Richtung Norden folgen und kurz vor der Fußgängerbrücke sei dann das Stayokay.
Herzlichen Glückwunsch!
Ich möchte ganz ausdrücklich betonen, dass ich in der Lage bin Karten zu lesen! Ich muss sie auch nicht drehen und wenden, je nachdem ich welche Richtung ich fahre. Wenn google maps mir allerdings bullshit erzählt, dann kann ich die Karte noch so gut lesen, am Ziel ankommen werde ich nie.
(Teil 2 folgt gleich. Hab grad riesige Lust den Text für Macrosociology zu lesen und werd dann gleich weiterschreiben...)

Ich bin müde, ich hab Halsschmerzen, ich hab Husten, ich hab Ohrenschmerzen. Deswegen werd ich mir jetzt einen Halswickel machen, Erkältungstee schlürfen, mir heiße Zwiebeln auf die Ohren legen und schlafen, statt euch über unfähige Chinesen und verirrte Hände zu berichten. Gute Nacht allerseits.

3 Kommentare 28.2.05 17:13, kommentieren

Landbouwbelang

Da war ich gestern. Irgendjemand meinte, dass dort irgendetwas tolles passieren wird; ich bin also einfach mal hingefahren.
Das Landbouwbelang ist ein squad. Ein besetztes Haus also. Seid ihr schon mal in einem besetztem Haus gewesen? Ich nicht... Bis jetzt habe ich (wenn ich überhaupt darüber nachgedacht habe) einen squad als einen dreckigen Ort voller zwielichter Gestalten vorgestellt. Nicht so das Landbouwbelang! Wenn man an der alten Fabrik vorbeifährt hat man gar keine Vorstellung davon, wieviele tolle Dinge darin geschehen!
In Holland ist es wohl so, dass man ein Haus, das über ein Jahr lang lehrstand, "legal" besetzen darf. Oder halblegal. Zumindest gibt es hier einige squads.
Das Landbouwbelang gibt es jetzt schon seit einigen Jahren. Angefangen hat es damit, dass ein paar Künstler die riesige Fabrik als Studio benutzt haben. Das Gebäude ist wirklich gigantisch! Es gibt etliche riesige Hallen und die alten Maschinen stehe teilweise auch noch drin. Schaut euch mal die Fotos an!
Naja, nach und nach sind die Künstler dort auch eingezogen und mittlerweile leben dort 18 Leute zwischen 18 und 75 Jahren. Der 75jährige und noch ein anderer leiten Demotech . Wie ihr auf der Seite sehen könnt, entwickelt Demotech Dinge, die überall auf der Welt leicht nachbaubar und einsetzbar sind. Mehr dazu später.
Wie sich herausstellt war gestern die introduction der Studentworkforce . Die Studentworkforce (SWF) wurde vor ein paar Jahren gegründet und setzt sich mit sustainability (=Nachhaltigkeit) auseinander. Es gibt verschiedene Untergruppen, z.B. die human rights work force, der ich evtl. beitreten werde. Die SWF trifft sich also jeden Freitag Abend im Landbouwbelang; verschiedene "Workshops" werden angeboten, oder es gibt Debatten über verschiedene Themen, es wird gespielt, neue Projekte werden entwickelt und natürlich wird "gesocialized". Eine Gruppe kocht gemeinsam für alle und nach dem Essen wird meißt noch spontan gejammed. All das geschieht in einer großen Halle voller Tische und Stühle und natürlich der Küche. Gestern waren wohl so um die 70 Studenten da. Darunter unheimlich viele UCMler... Was sonst! Ich hab mich sofort pudelwohl gefühlt und bin wirklich beeindruckt davon, was die SWF so alles auf die Beine stellt.
Der anderer wichtiger Teil des Landbouwbelang ist wie schon erwähnt Demotech. Uns wurde eine klein Führung durch deren Arbeitshalle gegeben. Demotech ist eine NGO und wird eigentlich nur durch Spenden finanziert. Das Prinzip ist eigentlich, dass Demotech z.B. Dörfer in Afrika kontaktiert (z.B. über Bekannte oder Bekannte von Bekannten hier in Maastricht) und fragt "Was ist euer Problem, welche Materialien habt ihr zur verfügung?". Und dann entwickeln sie z.B. die rope pump aus Materalien, die vor Ort zu finden sind. Ziel von Demotech ist es, möglichst "transparent" und einfach zu bauen. Falls diese Pumpe kaputt geht, können die Dorfbewohner sie reparieren. Mit einer €6000 supertollen, modernen 1A Pumpe würde das nicht funktionieren. Demotech schickt also einen Mitarbeiter/Freiwilligen nach Afrika, der dann in dem Dorf gemeinsam mit den Bewohnern die Pumpe baut. Bevor das geschieht bauen sie die Pumpe unter "afrikanischen Umständen" im Landbouwbelang. Die Anleitung für all ihre Erfindungen sind für jeden frei zugänglich.
Soviel also dazu.
Jeden Montag wird veganes Essen sehr günstig angeboten. Die Schafskäsetaschen gestern Abend waren soooooo lecker; ich weiß, wo ich jeden Montag essen gehen werde....
Und auch der Freitagabend wird wohl fester Programmpunkt der Woche werden. Es gibt nichts Schöneres als Spätnachts gemütlich mit ein paar Leuten zusammenzusitzen und der Gitarre zuzuhören. Falls ihr also mal in Maastricht seid: kommt zum Landbouwbelang!

2 Kommentare 12.9.09 11:20, kommentieren