Elephantshoe - Liebe dein Leben

Claudia vs. doofes Fahrrad

10 Dinge, die ich an meinem doofen Übergangsfahrrad hasse:

1. Es ist zu groß.
2. Es ist ein Mountainbike und hat dementsprechend eine hohe Stang. Hohe Stange in Kombination mit zu groß = nicht gut.
3. Der Sattel ist hart. Harter Sattel in Kombination mit Kopfsteinplaster = nicht gut.
4. Es hat keinen Korb.
5. Das hintere Licht ist kaputt.
6. Es sieht langweilig aus.
7. Ich weiß nicht, ob die Gänge bzw. wie die Gänge funktionieren.
8. Ich kann mein riesen Schloss nirgendwo reinlegen (siehe Punkt 4)
9. Ich habe keine emotionale Beziehung mit ihm.
10. Es ist einfach nicht Claudia.

10 Dinge, die ich an Claudia liebe:

1. Es heißt Claudia.
2. Sie hat rote, blau und gelbe Tupfen.
4. Sie hat eine Pinguinhupe. Der Pinguin ist weiblich und heißt Paula.
5. Sie hat eine Goofy-Hupe.
6. Sie hat einen riesigen Korb.
7. Ihr Sattel ist verdammt bequem.
8. Sie und mich verbindet eine tiefe Freundschaft.
9. Ich kann mein riesen Schloss unterbringen (siehe Punkt 6)
10. Sie hat Charakter.

Heute kaufe ich Farbe, um mein neues, "gefundenes Fahrrad" anzusprühen. Irgendwelche Namensideen?

3 Kommentare 11.9.09 12:16, kommentieren

Ratet mal wo ich war...

Mein rechter großer Zeh besteht aus einer großen Blase. Nein, falsch. Vor ca. einer Stunde bestand mein rechter großer Zeh aus einer großen Blase. Die ist dann allerdings aufgegangen und nun besteht mein rechter großer Zeh aus frischem, rosa Fleisch. Mein linker sieht ähnlich aus, nur nicht ganz so schlimm. Jetzt sitze ich mit Blasen- und Gelpflastern bepflastert auf meinem Bett und merke, wie mir langsam der Muselkater in die Oberschenkel krabbelt.
Alle, die mich gut kennen, wissen wo ich war...
Bei Capoeira natürlich. Meine Füße sind kaputt und ich bin unheimlich glücklich.
Heute war "Ausprobiertag". Wir waren ca. 16 Neue und ein paar weniger "Alte". Sooo viele Leute bei Capoeira bin ich gar nicht gewöhnt. In meiner alten Gruppe waren wir höchstens acht. Naja, die meißten von den Neuen waren Anfänger und dementsprechend einfach war alles. Ich hab die Zeit genutzt die anderen ein bisschen auszuchecken. Jeder Mestre im Capoeira hat seinen eigenen Stil und dementsprechen hat auch jede Gruppe einen anderen Stil. Die Gruppe hier in Maastricht spielt etwas schnell und teilweise ein bisschen hektisch für meinen Geschmack. Aber wir werden sehen...
Ganz nebenbei hab ich Matthieu bzw. "Matthew" aus Frankreich kennengelernt. Wir haben ein bisschen über die Uni geredet und haben festgestellt, dass ich schon bei ihm zu Hause war, weil ich einen seiner Mitbewohner besucht habe. Am Samstag werd ich ihn wieder sehen, bin nämlich von seinem Mitbewohner zur "Hausparty" eingeladen. Die Welt ist doch sehr klein..
Aber zurück zu Capoeira. Am Ende haben wir eine roda gemacht (mit ca. 30 Leuten, Markus wäre begeistert gewesen). Das Berimbau wurde gespielt und alle haben laut mitgesungen. So eine tolle Stimmung! Ich liebe es, den beiden Capoerista in der roda einfach stundenlang zuzusehen. Dabei kann man so viel lernen. Ich hab mit zwei von den "Alten" gespielt und war etwas überfordert, weil die plötzlich immer hinter mir waren... Ich hab noch viel zu lernen! Am Ende haben wir uns alle um das Berimbau und die Trommeln versammelt und wild gesungen und getanzt. Das nenn ich mal "die Seele baumeln lassen".
Ich liebe Capoeira!!!
Der einzig blöde Nebeneffeckt sind eben die Blasen. Die werd ich jetzt weiterpflegen und darauf warten, dass mir Elefantenhornhaut wächst.

1 Kommentar 28.2.05 17:13, kommentieren

Was für ein Tag!

7.45 Uhr - Der Wecker klingelt.
8.00 Uhr - Ich quäle mich aus dem Bett und bin stolz darauf, dass ich aufstehe, obwohl ich heute keine Uni habe.
8.15 Uhr - Frisch geduscht fange ich an das Material für meine drei Kurse zu lesen.
8.35 Uhr - Der Text ergibt keinen Sinn. Ich höre auf und fange mit dem Text über "free riders" ("Sozialschmarotzer") an.
8.55 Uhr - Hab dafür keinen Nerv mehr. Mach bei meinem ersten Text weiter.
9.30 Uhr - Muss einen Essay über mich bzw. Selbsreflexion schreiben. Denke also über mich nach.
10. Uhr - lesen, lesen, lesen
13.40 Uhr - Ich schaue auf die Uhr und stelle fest, dass ich schon seit 5 1/2 Stunden lese. Hab nur noch ca. 30 Seiten vor mir. Wenn man betrachtet, dass ich in diesen 5 1/2 ca. 38 Seiten gelesen hab, werde ich wohl noch eine Weile brauchen.
14.30 Uhr - Da ich um 15.00 Uhr einen Banktermin habe, möcht ich mich auf die Socken machen. Ich brauch zwar nur 12 Minuten bis zur Bank, aber man weiß ja nie.
14.31 Uhr - Der "Weiß-ja-nie"-Fall tritt ein. Gestern war mein Rad noch aufgepumpt. Jetzt nicht mehr.
14.32 Uhr - Mir kommt die glorreiche Idee mein "Zweitrad" (hab noch ein anderes Fahrrad hier, damit mein Freund nicht neben mir her joggen muss, wenn er mich besucht) zu benutzen.
14.33 Uhr - Ich schwinge mich auf mein Zweitrad. Der Hinterreifen ist platt. Bekomme einen leichten Koller. Ich habe folgende Möglichkeiten:
a. Luftpumpe suchen und probieren das Rad aufzupumpen.
b. In die Stadt laufen.
c. Den Banktermin verpassen, meine Studiengebühren nicht zahlen und von der Uni geschmissen zu werden.
Kann mich für eine der Möglichkeiten entscheiden und lauf ein bisschen panisch durch die Wohnung.
14.37 Uhr - Flip-Flops aus, Turnschuhe an. Handtasche weg, Rucksack her. Hab keine Zeit mein kurzes, luftiges Kleidchen zu wechseln.
14.39 Uhr - Mache mich auf den Weg. Ich jogge. Ich hasse es zu joggen. Besonders wenn man einen Rucksack auf dem Rücken hüpfen hat. Ich komm mir wie ein doofes Kindergartenkind vor. Außerdem schwingt mein Kleid bei jedem Schritt gefährlich mich. Ich hab keine Ahnung, inwiefern die Maastrichter Bevölkerung meinen Hintern sieht. Wie gut, dass ich hier niemanden kenne.
14.46 Uhr - Mir ist heiß. Die Sonne brennt vom Himmel, es ist mind. 28°C. Wie gut, dass ich so ein luftiges Kleid trage. Außer, dass ich mir nicht sicher bin, wie hoch es bei jedem meiner Schritte rutscht. Wie gut, dass ich hier niemanden kenne.
14.53 Uhr - Ich sprinte die Stufen der Fußgängerbrücke hoch. Wie gut, dass ich kein Fahrrad raufschieben muss. Das hat ja nen Platten.
14.55 Uhr - Mir ist sehr, sehr heiß. Ich habe das Gefühl, dass mein Kopf sehr, sehr rot. Ich überlege, wie gut mein Deo ist.
14.58 Uhr - Fast da. Ich habe kein Lust mehr zu rennen. Dabei hopst mein Rucksack so peinlich auf meinem Rücken. Mir ist heiß.
15.00 Uhr - Noch nicht da. Ich höre allerdings die Glocken läuten. Ohne auf die Uhr zu gucken weiß ich, dass es 3 Uhr ist. Ich komme mir vor wie in einem kitschigen Hollywoodfilm, in dem ich gerade versuche die Hochzeit meines besten Freundes, den ich heimlich liebe und mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will, zu verhindern. Es ist zu spät!
15.03 Uhr - Überhitzt und verschwitzt komme ich in der Bank an. Ein gutaussehender Bankangestellter fragt gut gelaunt: "Waren Sie in Eile? Das wäre gar nicht nötig gewesen. Heute sind ganz viele Studenten gar nicht zu ihrem Termin erschienen. Wir haben reichlich Zeit. Möchten Sie vielleicht ein Wasser?"

4 Kommentare 9.9.09 18:13, kommentieren

BON APPETITE

Letzten Sonntag habe ich meine täglichen Mahlzeiten geplant, damit ich nicht jeden Tag bei Nudeln mit Tomatensoße ende. Bis jetzt hat das wunderbar geklappt. Hier meine Woche in Gourmethäppchen:
Gestern: Milchreis mit Apfelmuss
Heute: mit Gemüse gefüllte Blätterteigtaschen
Morgen: Kartoffelauflauf mit Hackfleisch und Broccoli
Donnerstag: Schinken-Rucola-Wraps
Freitag: Couscous mit Gemüse
Samstag: Makkaronienest
Sonntag: Bunter Reisauflauf
Wenn sich das nicht mal lecker anhört... Ich bin zwar eine Niete im Kochen, aber es macht mir Spaß und man lernt jedes mal dazu. Eure Lieblingsrezepte könnte ihr mir gerne schicken und vielleicht schafft ihr es ja auf den Speiseplan von nächster Woche.

3 Kommentare 8.9.09 22:35, kommentieren

Thunderthighs

Alle, die mich kennen, wissen, dass ich nicht die schmalsten Oberschenkel habe. Das liegt wohl einerseits am vielen Radfahren, andererseits an Capoeira, vielleicht liegt es aber auch einfach "in der Familie".
Hier in Maastricht gibt es eine wunderbare Fußgängerbrücke. Seeehr viele, sehr flache Stufen führen auf die supermoderne Brücke hinauf, und seeehr viele, sehr flache Stufen führen wieder hinunter. Von der Brücke aus hat meinen einen schönen Blick über die Maas und auf die älteste(?) Brücke in Maastricht.
An meinem ersten Abend hier bin ich mit dem Fahrrad zur Uni gefahren, um mir den Weg zu merken, damit ich nicht gleich am ersten Tag (dank meines äußerst ausgeprägten Orientierungssinnes) zu spät zu kommen. Der Weg zur Uni führt mich über diese wunderbare Fußgängerbrücke.
Neben den Stufen gibt es eine Art Rinne, in der man sein Rad problemlos nach oben schieben kann. Am ersten Abend war es also schon dunkel, all die Lichter an den Brücken und auf den Schiffen waren an und ich dachte mir "Ohh, wie romantisch! Ich liebe diese Brücke!"
Mittlerweile denke ich nicht mehr "oh wie romantisch", sondern "Oh, meine Oberschenkel zwiebeln.", besonders wenn mein Korb bis oben hin vollgepackt ist. Wenn ich also in den nächsten 3 Jahren sagen wir mal an 300 Tagen zweimal täglich über diese Brücke gehe macht das 3600 mal rauf bzw. runter gehen. Nehmen wir an es sind 25 Stufen, das macht 90.000 Stufen. Und jetzt überlegt euch mal wie meine Oberschenkel danach aussehen....

2 Kommentare 7.9.09 12:31, kommentieren

Ein Hoch auf das Studentenleben!

Weiß jemand von euch wie verschimmelte Zitrone schmeckt? Ich schon! Gerade bin ich nach einer Woche wieder nach Maastricht zurückgekehrt und habe oben erwähnte Zitrone in meiner Schublade gefunden. Oh mein Gott, ist das eklig!!! Ist es tötlich den wunderbaren "Duft" einer grün/blau verschimmelten Zitrone einzuatmen bzw. was muss ich machen damit meine Atemwege aufhören zu jucken? Und hat jemand eine Idee wie ich den (trotz Scheuermilch) ekligen Geruch loswerde? Ich sag ja: ein Hoch auf das Studentenleben!

1 Kommentar 6.9.09 17:13, kommentieren

Herbst

Es ist Herbst. Meteorologisch gesehen seit dem 1. September, Philippa gefühlsmäßig gesehen seit gestern. Der Himmel ist grau in grau, die Blätter werden viel zu schnell rot und es ist kalt. Doofer Herbst.
Aber: Herbstzeit = Drachenzeit.
Habt ihr dieses Jahr schon euren Drachen steigen lassen? Heute bin ich zum ersten Mal seit Jahren in Gummistiefeln und Regenjacke zum nächsten Feld losmarschiert und hab unseren wundertollen Lenkdrachen in die Luft geworfen. Roter Drachen mit langem Schweif vor wolkenverhangenem aber trotzdem irgendwie blauem Himmel - das sieht schön aus. Probiert es doch auch mal. Holt euren verstaubten Drachen vom Dachboden und lasst ihn steigen. Es lohnt sich!

1 Kommentar 5.9.09 15:31, kommentieren