Elephantshoe - Liebe dein Leben

Home Sweet Home

Da bin ich wieder, zurück zu Hause. Naja, eigentlich ist Maastricht ja jetzt mein zu Hause, aber ihr wisst schon wie ich das meine.
Eigentlich sollte am Montag die Uni losgehen. Allerdings gab es ein riesiges Problem mit dem neuen Computersystem, das für die Stundenpläne etc. zuständig ist, deswegen ist in dieser Woche die Uni ganz ausgefallen. Ich bin also am Sonntag wieder zurückt ins schöne *** (es muss ja nicht jeder wissen wo ich lebe) gefahren.
Es ist schon komisch wieder hier zu sein. Da hat man sich gerade ans neue Zimmer und die neue Stadt gewöhnt, da ist man schon wieder weg. Andererseits kann ich diese Woche richtig schön faulenzen. Ich hab (fast) keine Verpflichtungen, kann ausschlafen und den ganzen Tag mit meinem Freund und/ oder kreativen Projekten verbringen.
Als ich vor ein paar Wochen mit meiner Schwester in Dublin war hab ich mir diese coolen Aufbügelbilder von Mike Perry gekauft und die letzten zwei Tage damit verbracht billige H&M Tshirts damit zu verschönern. Das funktioniert wirklich gut. Die Motive kleben nicht wie eine extra Schicht auf dem Tshirt sondern gehen richtig in den Stoff. Waschen und bügeln sollte also kein Problem sein. Außerdem kann man die Bilder noch mal verwenden. Ich finde, das ist eine gute Idee für ein Geburtstaggeschenk für kreative Menschen (in Kombination mit einem (billigen) H&M Tshirt...).
Außerdem decopatche ich momentan zwei alte Kerzenleuchter, die ich günstig auf einem Antikflohmarkt in Maastricht ersteigert habe.
Und zu guter Letzt stricke ich nun an meinem zweiten Projekt: ein Dreieckstuch. Knäul 1 von 10 ist von fast alle. Toi, toi, toi, dass das bis Weihnachten fertig wird...
Meinen Stundenplan für die nächsten 8 Wochen hab ich heute auch bekommen. Mittwochs und Freitags hab ich keinen Unterricht (dafür natürlich gaaaanz viel Zeit zum lernen), d.h. dass ich auch schon mal am Freitag nach Hause (oder nach Bath oder Troentheim oder sonstwohin) fahren/fliegen kann. Das ist doch was.

1 Kommentar 3.9.09 18:06, kommentieren

10 Dinge, die man täglich in Maastricht sieht/hört/riecht/fühlt/schmeckt

1. Marihuana
2. Fahrräder
3. Kopfsteinpflaster
4. die Maas
5. Englisch
6. Regen (zumindest fast)
7. Holländisch
8. verrückt angezogene Menschen
9. Alkohol
10. mich

Ähm, die Liste ist jetzt nicht so der Hammer. Aber ich bin eben ein Listenfreak. Jetzt werd ich mit meinem Fahrrad über das Kopfsteinpflaster Marihuana riechend und Englisch sprechend im Regen (nicht wirklich) über die Maas zum Bahnhof fahren.

26.8.09 17:19, kommentieren

Mein Maastricht

Was für eine Stadt! Egal zu welcher Tageszeit, egal an welchem Wochentag, immer ist hier etwas los. Es sind hunderte Studenten auf der Straße, die Cafes sind voller Holländer, die Stadt pulsiert.
Gerade bin ich mit meinem Fahrrad durchs nächtliche Maastricht nach Hause gefahren. Wenn man auf der Brücke steht, sieht man all die erleuchteten Häuser und die Lichter spiegeln sich im Wasser. Seufz.
Auch heute war ein wunderbarer Tag. Zwar sind die introduction days auch dazu gedacht etwas zu lernen, das Unisystem und so kennenzulernen und über seine weitere Laufbahn am UCM (University College Maastricht) nachzudenken, aber eigentlich ist "socializing" das Wichtigste.
Ich habe wieder unheimlich viele Leute kennengelernt, mit einer Chinesin (20 Jahre alt, studiert seit 3 Jahren) über das Verbot von youtube in China diskutiert, die Lanze für den Feminismus gebrochen, zwei Deutsche (bzw. einen Deutschen und einen Deutsch-Polen) in ihrer WG besucht und probiert herauszufinden, was "intelligence" eigentlich ist.
Abends gabs indonesische Köstlichkeiten - sehr lecker.
Danach wurde natürlich weiter gesocialized. Es ist einfach so gemütlich mit einer Leuten aus aller Welt auf Sofas im Innenhof zu flänzen und über Gott und die Welt zu reden. Der Geprächsstoff geht einem nie aus, man muss sich nur nach hinten lehnen, oder eine Gruppe weitergehen und ist in einer komplett anderen Unterhaltung.
Zu guter Letzt wurde ich auf dem Sofa ins Haus getragen, wobei ich - elegant wie ich bin - mit der Stirn gegen die Stirn von Egge geknallt bin. Da habe ich mir überlegt, dass es doch besser ist nach Hause zu fahren, statt noch in den nächsten Coffeeshop zu gehen. Morgen ist auch noch ein Tag..

2 Kommentare 25.8.09 22:30, kommentieren

Speed Socializing

So lässt sich der gestrige Tag wohl gut zusammenfassen. Nachdem ich vollkommen fertig an der Uni angkommen bin (schlechtes Licht im Bad = doof aussehende Wimpertusche, in Kombination mit Kontaktlinsen dauert es etwas das ganze zu retten; außerdem stand ich viel zu lange vorm Kleiderschrank um zu entscheiden, ob ich Rock A, Rock B oder Rock C anziehe).
Naja, endlich an der Uni angkommen hab ich Claudia (mein Fahrrad) mit zahlreichen Schlössern gesichert und habe dann die Studienwelt betreten. Wir sind 170 neue Studenten und ca. 70 exchangestudents. Es gibt gefühlte 100 Deutsche an der Uni, außerdem auch ein paar Holländer (man mag es kaum glauben...), Amerikaner, einen aus England, eine aus Estland, einen Slovaken, Norwegerinnne, Italierinnen, einen Wiener, mit dem ich bald mal österreichisch kochen will, eine aus Hong Kong, Russen, usw. usw.
Schüchtern wie ich bin, hab ich sooo viele Leute kennen gelernt, dass ich mir die Namen alle gar nicht merken kann. Ich hab noch niemanden getroffen, der mir unsympathisch ist und ich glaube das wird auch so bleiben. Ich glaube besonders z.B. im Vergleich zu Medizinstudenten (an alle Medizinstudenten da draußen: ihr seid wunderbar! Ihr rettet Menschenleben, das ist toll! Aber dann muss ich es ja nicht mehr machen und kann so was unnützes wie Kulturwissenschaften studieren, richtig?) sind wir ein ziemlich bunter Haufen.
Nach der ganzen Arbeit, Stadttouren etc. gabs abends Curry Chicken und warmes Bier aus dem Kinderplantschbecken im Garten. Wir haben gespeedsocialized (sp?) = speed dating nur unorganiziertier und jeder kennt nun jeden. Danach gings dann noch mit einer großen Gruppe ins "Shamrock", einem Irischen Pub, und schließlich bin ich mit meiner geliebten (Geliebten?, was für ein Wortspiel!) Claudia über die Fußgänger brücke nach Hause gefahren und müde ins Bett gefallen.
Ich glaub ich kann mich an das Studentenleben gewöhnen...
Und jetzt gehts auf zum zweiten Tag!

1 Kommentar 25.8.09 07:35, kommentieren

Spaghetti mit Tomatensoße

Werden die nächsten drei Jahre nach Spaghetti mit Tomatensoße schmecken?
Habe gerade zum ersten mal alleine in meiner neuen Wohnung Spaghetti mit Tomatensoße gegessen. Ich bin mir sicher, dass dies noch öfter geschehen wird, dann aber hoffentlich mit ganz vielen tollen Leuten, die mich entweder hier besuchen kommen, oder die ich ab morgen kennen lernen werde. Hier - das ist Maastricht.
Gestern bin ich umgezogen.
Ich bin jetzt also groß.
Weil ich groß bin, wohne ich seit gestern in einer WG, bin seit gestern allein dafür verantwortlich, dass ich nicht verhungere und dass es immer Klopapier auf der Toilette gibt. Ich weiß nicht, ob ich es mag "groß" zu sein. Andererseits kann ich jetzt selbst entscheiden, wie lange der dreckige Tomatensoßetopf in der Spüle steht (naja, immerhin bis meine Mitbewohner nächstes Wochenende wiederkommen) und wann ich das Badputze.
So ist das also, wenn man groß ist, mehr Freiheiten, aber mehr Verantwortlichkeit. Ich freu mich drauf!
Mein Zimmer ist richtig gemütlich geworden und ich fühl mich schon ein bisschen zu Hause.
Morgen fängt die Einführung an der Uni an, das wird bestimmt lustig. Ich werde Leute aus aller Welt kennenlernen und den ganzen Tag Englisch sprechen. Was will man mehr?

2 Kommentare 23.8.09 18:05, kommentieren